Früher fuhr der Metzger aufs Land und kaufte Schweine für seine Schlachtung direkt bei den Bauern. Daher wussten er und damit auch seine Kunden, woher das Fleisch kam und wie die Tiere aufgezogen wurden. Das ist Vergangenheit – nicht aber in Hohenlohe.

Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft setzt seit ihrer Gründung im Jahr 1988
auf hochwertige Erzeugnisse aus nachvollziehbarer Herkunft – eben „direkt vom Bauern“.
Inzwischen ist die Gemeinschaft zu einem starken Verbund gewachsen. Ihm gehören heute rund 1450 (darunter 460 Bio-)Landwirte an. Und jedes Mitglied, ob kleiner Nebenerwerbslandwirt oder großer Mäster, hat die gleiche Stimme im bäuerlichen Zusammenschluss. Sie wirtschaften gemeinsam und solidarisch. Mit ihren Projekten engagieren sie sich für die ländliche Entwicklung ihrer Region.

Die Landwirte, die Schwäbisch-Hällische Schweine züchten und mästen, habe sich den strengen, im Gütesiegel „geschützte geografische Angabe“ (g.g.A.) der Europäischen Union festgeschriebenen Erzeugerrichtlinien verpflichtet. Nur sie dürfen das Fleisch ihrer Tiere als Schwäbisch-Hällisches Qualitätsschweinefleisch g.g.A. verkaufen. Die Vorschriften sind streng – und werden auch von neutraler Stelle kontrolliert.

Schwäbisch-Hällischen steht wesentlich mehr Platz zu als konventionell gehaltenen Schweinen. Wo möglich, haben die Tiere Auslauf ins Freie. Vollspaltenböden sind verboten, Stroheinstreu Pflicht. Das Futter muss von gentechnisch unveränderten Pflanzen stammen, und die Erzeugung muss im Kreis Schwäbisch Hall oder den angrenzenden Kreisen erfolgen.

Wie alle g.g.A.-geschützten Agrarprodukte oder Lebensmittel weist das Schwäbisch-Hällische eine lange Tradition auf und hat einen engen Bezug zur Herstellungsregion. Die Zucht der Schwäbisch-Hällischen hat ihren Anfang um das Jahr 1820 – und die Region tragen die Schweine sogar im Namen.

Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall garantiert den Bauern die Abnahme der Schweine und bezahlt ihren Mitgliedern garantierte Preise, die weit über den im Handel üblichen liegen. Das sichert den Fortbestand der Höfe die für kommenden Generationen.

Die Bauern selbst bringen ihre Schwäbisch-Hällischen Schweine zum Erzeugerschlachthof in Schwäbisch Hall, wo sie tierschutzgerecht geschlachtet werden. Dank der kurzen Transportwege müssen die Tiere nicht leiden. Ausschließlich im eigenen Schlachthof wird Schwäbisch-Hällisches Qualitätsschweinefleisch zerlegt und verarbeitet. Die weniger edlen Teile werden in der Wurstmanufaktur der Erzeugergemeinschaft zu hochwertigen Wurstwaren verarbeitet.

500 Fleischerfachgeschäfte, 700 Hotels und Gastronomiebetriebe sowie 100 Gemeinschaftsverpflegungen wie Kantinen in ganz Deutschland setzen auf die Erzeugnisse aus nachvollziehbarer Herkunft. Ein Vertriebsteam in Schwäbisch Hall betreut die Kunden; beliefert werden sie mit eigenen Fahrzeugen direkt vom Schlachthof. Die Landwirte halten die gesamte Wertschöpfungskette in Händen.

Schwäbisch-Hällisches Qualitätsschweinefleisch g.g.A. stammt direkt vom Bauern. Darauf können sich die Partner und deren Kunden verlassen.